Abschluss des Projekts „autoFerry“

Wenn die Fähre (fast) von selbst fährt

Ende September konnten im Rahmen der Abschlusspräsentation des Projekts „autoFerry“ die Fahrten einer automatisierten Fähre gezeigt werden. Die Fähre „Wittow“ des Projektpartners „Weiße Flotte“ verkehrte automatisch zwischen den Fähranlegern Wittow-Süd und -Nord auf der Insel Rügen. Auf der Streckenfahrt entlang des Boddengewässers wurde das automatische Ausweichen demonstriert.

Partner im Projekt autoFerry waren die Firma Voith, die Weiße Flotte, die Argonav sowie die RWTH Aachen.

Für die Erfassung der Umgebung der Fähre wurde ein umfassendes Sensorsystem realisiert.

  • Neben den Zielen, die von AIS bereitgestellt werden, wurde über die Auswertung des Bilds des Navigationsradars insbesondere die Freizeitschifffahrt erkannt.
  • Der komplette Nahbereich um die Fähre wurde mit hochgenauen LiDAR-Sensoren erfasst. Im Bereich bis ca. 60 m Entfernung sind damit z. B. die Dalben an den Fährstellen oder auch dicht vorbeifahrende Schiffe präzise zu erkennen.
  • Ergänzt wurde das Sensorsystem durch ein Multispektral-Kamerasystem, das KI-gestützt Objekte auf dem Wasser erkennt und auch klassifiziert.

Die Ergebnisse der Umgebungserfassung waren die Grundlage für das automatische Ausweichen der Fähre.

👀 Und wie wurde das alles dargestellt?
Für die integrierte nautische Anzeige war die Argonav GmbH zuständig. Diese wurde auf der Basis der Produkte argoRadarPilot und argoLaserPilot entwickelt.

Das Video im Beitrag zeigt die automatisierte Fähre in Aktion.

Die Argonav GmbH bedankt sich bei allen Projektbeteiligten für die gute Zusammenarbeit, beim Bundesministerium für Wirtschaft für die Förderung des Vorhabens und beim Projektträger Jülich (PTJ) für die Betreuung in der Durchführung.